Schädliches meiden
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Eigentlich klingt die Überschrift banal. Denn schon der Selbsterhaltungstrieb und der "gesunde Menschenverstand" müssten es uns geboten erscheinen lassen, Schädliches zu meiden. Die Wirklichkeit sieht allerdings anders aus, wie wir alle wissen. Sei es aus Imponiergehabe, um schneller als "erwachsen" zu gelten, aus Männlichkeitsriten, weil es schick oder "geil" ist, aus Opposition oder als Abgrenzung gegenüber anders Denkenden:
Lange vor der EG-Verordnung über Zigarettenwerbung fand in den USA eine schwarze Zigarettenpackung rasenden Absatz, auf der ein Totenschädel den Raucher anfletschte. Und das Ende vom Lied: Eine Karikatur brachte es mal auf den Punkt. Sie zeigte einen stark mitgenommenen alten Mann im Wartezimmer des Arztes. Darunter stand: "Geraucht, geliebt, gesoffen; jetzt die Heilung vom Arzt erhoffen." Wir sind nicht so weltfremd zu glauben, dass wir Hartgesottene mit diesen Zeilen erreichen. Wenn wir aber auch nur einen Einzigen damit nachdenklich machen und zur Umkehr bewegen können, hat sich der Versuch gelohnt. |

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Aus dem Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung geht hervor, dass 2006 ca. 1.300 Menschen durch den Konsum illegaler Drogen starben. Schätzungsweise 40.000 starben jedoch an den Folgen übermäßigen Alkoholkonsums und gar 140.000 an den Folgen starken Tabakkonsums. Rund 1,6 Mio Deutsche gelten als alkoholabhängig, weitere 1,7 Mio drohen es zu werden. Schätzungsweise 1,4 – 1,9 Mio Landsleute sind medikamentenabhängig; etwa 200.000 Freizeitsportler nehmen Dopingmittel zu sich. Wenn man diese Zahlen liest, so fragt man sich, ob die bisherige Grenzziehung zwischen den so genannten legalen und illegalen Drogen noch Sinn macht. Britische Wissenschaftler, Mediziner, Chemiker, Apotheker, Polizisten und Psychiater untersuchten in einer Studie das Gefährdungspotential von 20 legalen und illegalen Drogen. Dabei ging es insbesondere darum, wie stark die Substanz abhängig macht, welchen körperlichen Schaden sie verursacht und welche Auswirkung sie auf die Gesellschaft hat. Dabei landen zwar erwartungsgemäß Heroin und Kokain auf den ersten beiden Plätzen der Gefährdungsskala, aber Alkohol schon auf dem fünften und Tabak auf dem neunten Platz. Es gehört zum Wesen einer Abhängigkeit, dass sie nicht schlagartig einsetzt, sondern schleichend entsteht. Je mehr sie fortschreitet, desto heftiger wird sie von den Betroffenen gegenüber ihrer Umwelt abgestritten. Bis es zu spät ist. Dagegen hilft nur eines: Wehret den Anfängen !!! |